Was passiert, wenn ein Texter Urlaub macht? Oder spezifischer ausgedrückt: Was passiert denn eigentlich, wenn ich nicht da bin? Bricht dann womöglich die ganze Agentur zusammen? Geht sie vor die Hunde? Wird mich jemand vermissen – oder wenigstens meine Arbeit? Woher kommt das Wort Urlaub überhaupt und darf ein Texter jemals ruhen? Kann er das überhaupt?
Mach ich mir Gedanken über die Geschichte des Wortes, seine Herkunft aus dem Althochdeutschen um 800, erfahre ich, dass Urlaub was mit “erlauben” zu tun hat. Der Erlaubnis nämlich, wegzugehen und nicht morgens in der Agentur zu erscheinen!

Und wenn ich dann an den aktuellen Projektplan denke, überkommen mich hinsichtlich meiner baldigen Abwesenheit ähnliche Gefühle wie beim Gedanken an meinen privaten mail account, wo sich schon nach 2 Tagen über 50 mails anhäufen. Also heißt es: Vorher noch richtig ranklotzen! Denn sonst … macht es nicht wirklich Spaß, heimzukehren!
Viele Buchstaben und Wörter und auch Keywords türmen sich auf, sie alle wollen weggeschafft und geordnet werden. Ja, dies sind die wirklich wichtigen Fragen, die mir heute durch den Kopf gehen. Denn bald ist Urlaubszeit, wie Ihr wisst …
Mein Urlaub steht schon seit langem im Kalender, zwei Wochen lang bin ich weg. Wohin – ich weiß noch nicht, aber wahrscheinlich mit dem Zug ans Meer. Dazwischen aussteigen, rumschauen, Leuten lauschen, Gerüche riechen, Bilder sehen, neues Futter sammeln. Und gleichzeitig abschalten. Ob das gelingt, ja, ich glaube schon … Aber vorher gibt’s noch was zu tun.