nein, das wird jetzt kein Blog über Sprechübungen oder so was. Ich möchte was über Luna erzählen. Hat jede Agentur einen Hund? Keine Ahnung. Ich bin nun wirklich nicht der große Hundefreund. Ich habe – um es mal vorsichtig auszudrücken – Respekt vor Hunden. Luna aber ist wirklich total süß. Sie sieht – finde ich - aus wie ein Schaf und läuft einfach so unauffällig mit. Heute hat sie übrigens ein lila gepunktetes Halsband umgebunden! Ihre Garderobe wechselt nämlich. Sie schaut auch nicht jeden Tag bei uns vorbei.
Aber wenn sie morgens reinkommt, geht sie erst mal in der Runde herum und sieht in den Papierkörben nach oder in den Taschen, ob was zu Essen da ist. Denke ich mir jedenfalls. Sie stöbert in meiner Fahrradtasche und ich sage, Nein, das geht jetzt nicht, du Schaf. Dann schaut sie weiter. Total gutmütig. Wenn sie da ist, ist sie so unauffällig, dass man sie gar nicht bemerkt, außer eben morgens, wenn sie ankommt.

Und wenn sie nicht da ist, fehlt mir richtig was. Weil von ihr so eine Ruhe und Gelassenheit ausgeht! Sie lässt sich wirklich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen! Gestern lag sie direkt vor der Tür und vertraut grenzenlos, dass man über sie drübersteigt. Sie bewegt sich keinen Zentimeter vom Platz. Ich schiebe sie beim Hinausgehen einfach sanft zur Seite. Das stört sie auch nicht.
Manchmal stell ich mir vor, sie sitzt in der Besprechung mit am Tisch und gibt ihren Senf dazu. So à la Loriots sprechender Hund: “Huhu hu huhu huhu” – der allerdings wurde täglich 8 Stunden unterrichtet und es bedeutet: “Otto holt große rote Rosen.”
Nein, das brauche ich nicht wirklich, mir reicht es, wenn sie unter dem Tisch liegt, kreuz und quer und sich ab und zu streicheln lässt. Manchmal würde ich mir gerne eine Scheibe abschneiden von ihrer Gelassenheit und Lebenskunst …