Wie war das noch mal mit der Mittagspause? Zwei Varianten könnte ich da anbieten.
Variante Nummer 1: die passive, schwarz-weiße Wintervariante. Mit einer eher geringen Stoffwechselrate. Sieht folgendermaßen aus: Mein Modell-Faultier führt das wohl ganz gut vor Augen.

… oder die aktive Frühlingsvariante Nummer 2:
Die Mission für heute lautet unter anderem: rauf auf’s Fahrrad, Spargel kaufen. Das lass ich mir doch nicht zweimal sagen! Denn normalerweise – so ganz nebenbei erwähnt – fällt die Mittagspause sowieso unter den Tisch. Mir macht das nichts aus, solange mir niemand mein täglich Müsli – gelöffelt vor dem Bildschirm – und genügend Mineralwasser mit Magnesium für den Brain – so schön neudeutsch – streitig macht. Und denken kann ich auch, wenn ich nicht vor dem Bildschirm sitze. Sogar noch besser, wenn ich regelmäßig “umswitche” zwischen den Themen und Arbeitsfeldern. Die Ideen sind sowieso die ganze Zeit im Kopf – ob am Tag oder im Traum, ob sitzend, stehend, radelnd, laufend …

Ein Konzept oder so was wie ein Roter Faden ist dabei schon mal nicht schlecht – ähnlich dem Übersichtsplan auf dem Gepäckträger meines Fahrrads. Vom Chef höchstpersönlich ausgedruckt, damit ich auch wieder nachhause finde. Ich halte mich ja auch daran und folge der eingezeichneten Linie – links und rechts schaue ich trotzdem. Und freu mich über das schöne Wetter und überhaupt … So ein Texterleben!

Die nette Dame am Spargelstand will zwar nicht mit einem Foto im Blog erscheinen. Sie erklärt mir aber bereitwillig die Funktionalität des Spargelschäl-Automaten in der Hütte nebenan. Links steckt man den Spargel kopfvoraus rein. Ein Förderband – sieht aus wie eine Auto-Waschstrasse finde ich - befördert ihn über eine Strecke von cirka zwei Metern rechts wieder raus. Und lässt ihn im Wasser landen. Full-Service am Spargelstand. Eine ganz neue Erfindung.

Leider ist er heute aber defekt. Gerade wenn ich komme. Deshalb sei er auch nicht mit einem Bild gewürdigt! Muss ich wohl selbst schälen abends … So und jetzt aber zurück an die Arbeit. Vielleicht fällt mir auf dem Rückweg ja der ultimative Produkt-Slogan ein oder mindestens fünfzig Stichworte für mein Brainstorming, das ich morgen präsentieren will.

Augen und Ohren offenhalten, mit den Leuten reden. Über den Tellerrand schauen und Neues erfahren. Die ideale Mittagspause … kann ich nur jedem angehenden Profi Texter wärmstens empfehlen!