Bei gefühlten 40 Grad einen kühlen Kopf bewahren? Gar nicht so einfach bei der Wetterlage! Ich habe zwar noch keine Atemnot, denn rechts im Eck steht der Ventilator und wirbelt. Dabei könnte ich mich auch ganz relaxt bräunen auf einer Lechbank, aber das ist jetzt noch nicht angesagt. MIt einem Cabrio die Haare im Wind wirbeln lassen, so dass sie anschließend aussehen wie ein ungeordnetes Vogelnest

oder den Kopf aus einem Schiebefenster dieser altmodischen D-Züge rausstrecken zur Abkühlung? Fallschirmspringen mit 180 km/h und eine Minute im freien Fall – natürlich im Tandem Sprung mit einem erfahrenen Springer, denn dann springt man aus größerer Höhe und muss sich um nichts kümmern. Nur das Tempo genießen. Das wär’s doch auch! Oder eine Flut herbei wünschen, eine kleine kalkulierte, die gerade so weit geht, dass sie genügend abkühlt. Im Englischen Garten an der Brücke die Eisbach Welle reiten. Einen Wasserkübel unter dem Schreibtisch und die Füße reinstellen. In Grönland Eisberge bestaunen, in der Hölle würden die sicher in Nullkommanichts für Abkühlung sorgen! Eisbären interviewen, ob ihr Fell wirklich so gut isoliert. Eine Insel visualisieren, auf die eine coole Yacht segelt. Eissalat essen und Eiswürfel trinken den ganzen Tag und in der Hängematte abhängen … Eine Freundin per SMS beauftragen, für mich in einem Brandenburger See mit ein Bad zu nehmen, wenn sie mir schon eine so verlockende Kurzmitteilung schickt! Regenwolken und Wasservögel beobachten, Tee trinken und abwarten. In kühle Parkhäuser gehen oder zumindest extrem das Tempo drosseln, wenn man an ihnen vorbeiradelt, um möglichst einen Kälteschwall mitzunehmen … Unter schattigen Mammutbäumen kauern. Nachts nicht rumgeistern, sondern ruhig schlafen, ohne irgendwelche Fenster oder Türen aufzumachen, um Luft hereinzulassen. Einkaufen gehen und sich an Tiefkühlfächern aufhalten. Den Unterschied genießen, von außen nach innen durch die Schleuse in den Supermarkt zu kommen! Meine Assoziationen zum Sommer.