
Als begeisterter Mini-Fahrer UND Designer, komme ich nicht an diesem eindrucksvoll umgesetzten Spot von webguerillas München vorbei.
Die (minimalistische) Konzeption
Konzeptionel hervorragend durchdacht, bringt er den Vergleich zwischen sprit-schluckenden SUV’s und dem sprit-sparenden Mini auf innovative Weise rüber. Schauplatz ist ein Stück Papier, auf dem sich fette, behäbige, Tusche spritzende Marker eine Hetzjagd mit dem als Fineliner charakterisierten Mini liefern. Dieser sticht durch seinen geringen Verbrauch und seine Haken-schlagende Wendigkeit heraus.
Minimalistisch bedeutet nicht wenig Aufwand
Um den Gedanken des Minimalismus weiter zu unterstreichen, entschied sich webguerillas auch zu einer “einfachen” Umsetzung des Konzeptes. Der Spot wurde mit der Stop-Motion Technik inszeniert – also aus etlichen Einzelbildern zusammengefügt. Da für eine Sekunde Film mind. 24 Bilder pro Sekunde nötig sind, um dem Auge eine fließende Bewegung zu suggerieren, kommt dieser Spot bei einer Dauer von 61 Sekunden auf über 1.400 Bilder.
Stop-Motion Technik ist all gegenwärtig
Wo heute kaum ein Film ohne CGI-Effekte auskommt, sollte man meinen, die Ära der Stop-Motion Technik sei vorbei. Damals bot diese die einzige Chance, eindrucksvolle Szenen wie in “Die vergessene Welt” vom Stop-Motion Pionier Willis O’Brien umzusetzen. Aber trotz Rechner-Farmen zum Rendern von Filmen wie Avatar, begegnet uns Stop-Motion noch immer in verschiedenster Form. Seien es Filme wie Tim Burtons “Nightmare Before Christmas” und “Corpse Bride”, die Kurzfilme von Aardman Animations um “Wallace & Gromit” oder der kürzlich erschienene Film “Coraline” von Henry Selick.
Auch wenn alle nicht ohne Post-Produktion auskommen – sie glänzen durch die Perfektion in der Umsetzung und der fast schon fanatischen Liebe zum Detail. Auch wenn der Spot von webguerillas und Filme von Meistern wie Tim Burton in einer anderen Liga spielen – verstecken braucht er sich definitiv nicht!