App’s sind in aller Munde. Gleichwohl fehlt (noch) die Erfahrung mit den zugrunde liegenden Geschäftsmodellen. Ich habe in einem knappen Grundlagenpapier die wichtigsten Weichenstellungen mal für Sie zusammengefasst.
App ist nicht gleich App. Es gibt verschiedene Faktoren wie eine App definiert werden kann. Ganz klassisch handelt es sich um eine Applikation, also eine Software basierte Anwendung. Hier gibt es aber auch Alternativen, wie rein Web basierte Applikationen. Der Vorteil hier liegt in der oft kürzeren Entwicklungszeit, der Erstellung mit geübten Sprachen wie XHMTL/CSS und kurzen Reaktionszeiten, da die Daten online im Web jederzeit anpassbar sind. Der Nachteil offenbart sich in der Distribution. Web-App’s können nicht als Software auf dem Endgerät installiert werden, wie es z.B. bei “echten” App’s in Apple’s App-Store möglich ist. Aber auch hier gibt es eine Zwischenlösung – auf diese gehe ich aber demnächst gesondert ein.
Kommen wir zu den Definitionen von App’s. Diese wurden auf Grundlage unserer Erfahrungen in der Entwicklung der diversen Ausrichtungen erarbeitet.
1. Web-App‘s
1.1. Definition
Web-App‘s sind keine Software basierten Applikationen. Sie generieren sich aus Inhalten aus dem Web. Das heißt, der Nutzer muß eine Internet-Verbindung haben, um darauf zugreifen zu können. Desweiteren ist keine Installation seitens des Nutzers nötig/möglich. Die App wird direkt über den Browser aufgerufen.
1.2. Rahmenbedingungen
- Basis ist Content im Internet (XHTML/CSS/Javascript etc.)
- vorhandener Content wird für Smart-Phones aufbereitet
- Raster werden verschlankt, Inhalte und Navigation komprimiert
- reduzierte Inhalte werden für Smart-Phones neu formatiert
2. Informations-Software-App‘s
2.1. Definition
Echte Software-App‘s werden mit den jeweilig zugrunde liegenden Programmiersprachen geschrieben. Für iPhone und iPad beispielsweise mit Objectiv-C und Cocoa. Hier wird hinsichtlich des Entwicklungsaufwands ferner unterschieden, ob es sich um Informations-App‘s oder reine Nutzen-App‘s handelt. Erstere betrifft zum Beispiel Nachschlagewerke, Datenbanken, Wörterbücher etc., wo vorliegender Content genutzt werden kann.
2.2. Rahmenbedingungen
- Die App wird beispielsweise mit Objective-C und Cocoa (iPhone/iPad) geschrieben
- vorliegende Inhalte werden in die App übertragen
- der Nutzer kann ohne Internet-Verbindung die App und Inhalte aufrufen
- die App kann/muß bei häufig aktualisierten Inhalten versionsweise auf dem laufenden gehalten werden
- dies geschieht durch regelmäßige Updates (App Version 1.1 / Version 1.2 etc.)
3. Nutzen-Software-App‘s
3.1. Definition
Reine Nutzen-App‘s bieten dem Anwender Echtzeit-Funktionalitäten wie Messungen, Bild- und Ton-Aufzeichnungen. Das Smart-Phone wird hierbei zu einem „echten“ Werkzeug im Nutzer-Alltag. Auf den Nutzen abgestimmte Entwicklungen erfordern tiefgehende Programmierarbeiten mit nativen wie neu entwickelten Elementen.
3.2. Rahmenbedingungen
- Die App wird beispielsweise mit Objective-C und Cocoa (iPhone/iPad) geschrieben
- der Nutzer kann ohne Internet-Verbindung die App und ihre Funktionen aufrufen
- die App kann bei optimierten Funktionalitäten versionsweise herausgegeben werden
- dies geschieht durch regelmäßige Updates (App Version 1.1 / Version 1.2 etc.)